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Denkmäler im Braunkohleabbaugebiet Leipzig Süd - Möglichkeiten und Grenzen der Denkmalpflege im Umgang mit sakralen Baudenkmälern und deren Ausstattung

Dargestellt an ausgewählten Beispielen im Braunkohleabbaugebiet Leipzig Süd vor dem Hintergrund der bevorstehenden Abbaggerung der Gemeinde Heuersdorf

Denkmäler im Braunkohleabbaugebiet Leipzig Süd - Möglichkeiten und Grenzen der Denkmalpflege im Umgang mit sakralen Baudenkmälern und deren Ausstattung
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Hauptbeschreibung
Diese Abschlussarbeit befasst sich im Zusammenhang mit der Abbaggerung der Gemeinde Heuersdorf bei Borna südlich von Leipzig mit der Problematik, welche Möglichkeiten seitens der Denkmalpflege bestehen, Denkmäler in Braunkohleabbaugebieten wie dem Leipziger Südraum, zu bewahren und den Verlust an schützenswertem Kunstgut weitestgehend zu vermeiden.
Die Beschäftigung mit Denkmälern in Gebieten des Rohstoffabbaus erscheint vor dem Hintergrund des Spannungsfeldes eines Interesses der Öffentlichkeit am Erhalt von Denkmälern und gleichzeitiger energiewirtschaftlicher Interessen sinnvoll.
Das Interesse an Kulturdenkmälern in der Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten merklich gestiegen. Mit architektonisch, künstlerisch und historisch wertvollen Objekten verbinden die Menschen eine gewisse Identität, die bei der Abtragung eines Denkmals verloren geht, woraus folglich auch das verstärkte Engagement für den Erhalt denkmalgeschützter Objekte in der Bevölkerung resultiert.
Gleichzeitig ist der Braunkohlabbau ein bedeutender Bestandteil der Energieversorgung und gleichzeitig wichtiger Arbeitgeber für viele Menschen in der betrachteten Region.
Es geht jedoch in der Arbeit nicht um die pauschale Frage, ob der Braunkohleabbau oder der Schutz bzw. der Erhalt von Denkmälern für die Gesellschaft wichtiger seien. Beide, Braunkohleabbau und Denkmäler, dienen dem Allgemeinwohl einer Gesellschaft.
Bei der Darstellung und Betrachtung verschiedener Möglichkeiten der Denkmalpflege, die dem Erhalt von Denkmälern in Braunkohleabbaugebieten dienen, ist es wichtig, auch die gesetzlichen Grundlagen einzubeziehen. Die Autorin zeigt im ersten Teil der Arbeit aus diesem Grund ausführlich die Entwicklung der Gesetze sowohl in der BRD als auch der DDR auf.
In einem Gebiet, in dem Rohstoffe abgebaut werden, wie dem Braunkohleabbaugebiet südlich der Stadt Leipzig, handelt es sich jedoch um einen gesondert zu betrachtenden Bereich von Denkmalpflege und Denkmalschutz. Es geht nicht um den Abriss eines einzelnen Denkmals auf Grund seines schlechten baulichen Zustandes oder infrastrukturell bedingter Baumaßnahmen. Es geht hierbei um den Verlust historischer Substanz in großem Umfang durch die Devastation von Gemeinden, die Überbaggerung von Teilen einer Kulturlandschaft, die zukünftig wieder renaturiert und neu kultiviert werden soll. Sie verliert dadurch aber jeglichen historischen Charakter und präsentiert sich in völlig neuer Gestaltung. Ziel der Denkmalpflege ist es, den Verlust an historischer Substanz so gering als möglich zu halten. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl, die im zweiten Teil der Arbeit anhand ausgewählter Beispiele exemplarisch dargestellt und diskutiert werden.
Es geht in erster Linie um die Darstellung einer oft unterschätzten Problematik zwischen Erhalt von Denkmälern, auch als Zeichen von Identität für die Bevölkerung in einer Kulturlandschaft, und andererseits Rohstoffabbau als Wirtschaftsfaktor und wichtiges ökonomisches öffentliches Interesse sowie der Aktivitäten der Denkmalpflege im gesetzlichen Rahmen.
 
Biographische Informationen
Ina Gutzeit M.A., Studium der Kunstgeschichte, Sächsischen Landesgeschichte und Romanistik in Dresden und Bordeaux. Abschluss mit Magistra Artium 2006. Derzeit Masterstudium der Denkmalpflege - Heritage Conservation in Bamberg.
Diplomica Verlag; August 2007
147 pages; ISBN 9783836602259
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