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Statussymbol Mode

Funktionen und Bedeutung eines Massenphänomens

Statussymbol Mode
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Hauptbeschreibung
Die Funktionen und Bedeutungen von Kleider-Mode gehen über die reine Demonstration von Status und Prestige weit hinaus; sie reichen von Zeitkultur-Aspekten, dem momentanen "Style", über komunikative bis hin zu kulturellen Aspekten und Funktionen. Mode erfüllt also ganz unterschiedliche Zwecke, sie ist Mittel zur Selbstdarstellung und -inszenierung ebenso wie Ausdruck der Lebens- und Denkweise einer Gruppe von Menschen in einer Zeit, also eine Art "moderne Kultur".
Seit den 70er Jahren stößt man in der Soziologie wie in der Konsumentenforschung verstärkt auf die Fehlannahme, Statussymbole und demonstrativer Konsum würden, aufgrund der allgemeinen Wohlstandszunahme, zunehmend an Relevanz verlieren. Zwar verlieren Statussymbole durch ihre Popularisierung in der Tat an Wert, allerdings führt der massenweise Zugriff durch breite Bevölkerungsschichten eher zu einer neuen Unübersichtlichkeit in der "bunten Warenwelt", die dem Betrachter ein geschultes Differenzierungsvermögen abverlangt.
Die Vorstellungen darüber, was "Staat macht" und was nicht, variieren von Milieu zu Milieu bzw. von Lebensstil zu Lebensstil. Ziel ist es dabei nicht, jedermann zu gefallen, sondern den Idealen der Bezugsgruppe ("peer group") zu entsprechen und sich von anderen durch bestimmte Symbole (z. B. Kleidung), zu distanzieren. Dies kann über die Adaption bestimmter Moden, Modestile und "Styles" geschehen (bzw. deren Negierung), über den persönlichen Umgang (Bezugsgruppen), das Freizeitverhalten ("Lifestyle") und vieles mehr. Weiterhin unterscheiden sich die persönlichen (bzw. gruppenspezifischen) Wertvorstellungen und Symbole mit dem Alter, der Schichtzugehörigkeit, dem Geschlecht etc., also sowohl mit äußeren, sozio-strukturellen Rahmenbedingungen als auch mit individuellen Merkmalen und Präferenzen.
Unter dem Strich hat das Ausmaß des Status- und Prestigestrebens durch demonstrativen Konsum also, allen Einschränkungen zum Trotz, keineswegs an Relevanz verloren. Die in modernen Industriegesellschaften nach wie vor existente soziale Ungleichheit sorgt überdies dafür, dass Statussymbole weiterhin wichtig bleiben, insbesondere vor dem Hintergrund postmoderner Differenzierung und Pluralisierung. Damit ist das soziale Prestige in modernen Konsumgesellschaften weiterhin abhängig vom Konsumniveau und -stil einer Person und verstärkt den Hang zum demonstrativen, geltungsbetonten Konsum.
 
Biographische Informationen
Julia K. Weber studierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die Fächer Soziologie, Medienwissenschaft und Germanistik. Ihr Studium schloss sie 2004 erfolgreich mit dem Magister-Examen ab, in ihrer Magisterarbeit untersuchte sie das Thema "Konsum und Statussymbole in modernen Industriegesellschaften - am Beispiel der Kleidermode".
Heute arbeitet sie auf freiberuflicher Basis im Bereich Kundenbetreuung/-beratung für internationale Firmen der Textil- , Luxusgüter- und Konsumgüterbranche auf nationalen Messen, Kundenveranstaltungen/Events und als freie Handelsvertreterin.
Diplomica Verlag; January 2008
91 pages; ISBN 9783836604826
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