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Arnulf Zitelmann erzählt die Geschichte der Christen

Arnulf Zitelmann erzählt die Geschichte der Christen by Arnulf Zitelmann
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Arnulf Zitelmanns Christentum ist bunt, vielfältig und voller Leben. Im Mittelpunkt seines Buches stehen die Menschen mit ihren
Träumen, Ideen und Hoffnungen. Mitreißend erzählt Zitelmann Geschichten von Bekannten und Unbekannten, Männern und Frauen, Kirchenvätern und Revolutionären:

Paulus, ohne den es kein Christentum gäbe. Bonifatius, der Deutschland nach der Völkerwanderung bekehrte. Hildegard von Bingen, die im Kloster vom Paradies träumte. Franz von Assisi, dessen Vision die Kirche von unten erneuerte. Und viele mehr. Eine faszinierende Zeitreise von den Anfängen des Christentums bis heute.
 
Inhaltsverzeichnis
Inhalt

Erstes Jahrhundert
Jesus und die Jesusbewegung7

Zweites Jahrhundert
Bischöfe, Päpste und Gurus26

Drittes Jahrhundert
Der römische Staat duldet keine Christen33

Viertes Jahrhundert
Die Erfindung des Neuen Testaments41

Fünftes Jahrhundert
Augustinus, der Lehrer des Westens55

Sechstes Jahrhundert
Patrick, Benedikt und die Missionierung Europas67

Siebtes Jahrhundert
Irische Wanderprediger78

Achtes Jahrhundert
Kulturkampf in Byzanz86

Neuntes Jahrhundert
Karl der Große, ein neuer David94
Zehntes Jahrhundert
Kyrillis Christen-ABC103

Elftes Jahrhundert
Rom und Byzanz: die geteilte Kirche114

Zwölftes Jahrhundert
Gotische Lichtbaukunst und Kreuzzüge125

Dreizehntes Jahrhundert
Die allmächtigen Päpste und ihr kleiner Bruder Franz138

Vierzehntes Jahrhundert
Demokratie in der Kirche?151

Fünfzehntes Jahrhundert
Gutenberg, Kolumbus und die Folgen163

Sechzehntes Jahrhundert
Luther, Zwingli, Calvin - Reformation in Westeuropa175

Siebzehntes Jahrhundert
Hexenverbrennungen und der Dreißigjährige Krieg192

Achtzehntes Jahrhundert
Aufklärer in Europa, neue Prediger in Amerika209

Neunzehntes Jahrhundert
Christentum in der modernen Welt221

Zwanzigstes Jahrhundert
Bleibt das Christentum zukunftsfähig?228

Zeittafel236
 
Auszug aus dem Text
Teilhard de Chardin erfindet eine Theologie der Zukunft

Während King einen "Marsch der Armen" nach Washington vorbereitete, erstickten drei amerikanische Astronauten in der Raumkapsel Apollo 1, die bei einem Probelauf Feuer gefangen hatte. Die Bürgerrechtsbewegung protestierte gegen das Apollo-Programm, das 25 Milliarden Dollar verschlang. Sie rechnete Kennedy vor, wie viele Kindergärten und Sozialwohnungen von dem Geld gebaut werden
könnten, wie verbesserungsbedürftig das Schulwesen, das Gesundheitswesen waren. Vergeblich. Für die Vereinigten Staaten besaß das Programm "einen Menschen auf den Mond zu bringen" absolute Priorität. Es galt, den beängstigenden Vorsprung Russlands in der Raumfahrt aufzuholen.
Am 21. Juli 1969 stieg Neil Armstrong, von den Augen der Fernsehzuschauer in aller Welt begleitet, aus der Landefähre, um als erster Mensch den Mond zu betreten: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesensprung für die Menschheit", sagte er in sein Mikrofon. Millionen Menschen hörten es, Millionen Menschen glaubten es. Zum ersten Mal sahen sie das Raumschiff Erde in kosmischer Perspektive. Nun wurde es ihnen klar, wie verletzlich der blaue Planet war. Man musste versuchen, die Konflikte der Menschheit klein zu halten, wollte sie nicht ihr planetarisches Überleben gefährden.
369 Jahre zuvor war Giordano Bruno mit dieser Vision vor Augen in den Tod gegangen: die schwebende Erde zwischen den Sternen. Er hatte die Schwerelosigkeit vorausgesagt, die den Astronauten jetzt da oben ungewohnte Schwierigkeiten bereitete. Und auch das hatte Bruno gesagt: "Es gibt unzählig viele Sonnen und unendlich viele Erden, die diese Sonnen umkreisen, und man kann sich nicht vorstellen, dass sie nicht bewohnt sein sollten." Am 21. Juli 1969 sah es die Menschheit selbst: Der gestirnte Himmel bot Raum vielleicht auch für anderes, außerirdisches Leben.
Der erste Theologe, der sich ernsthaft mit solchen Gedanken beschäftigt hatte, war der Franzose Teilhard de Chardin. Teilhard gehörte dem Jesuiten-orden an, und seine Oberen hatten ihn für Forschungen auf dem Gebiet der Frühgeschichte freigestellt. Hier erwarb er sich internationale Anerkennung.
Einem Freund schrieb er 1929 (es war das Geburtsjahr Kings): "Du weißt, mich beschäftigt eine neue Religion. Ein fortschrittliches Christentum, wenn du so willst. Ein Christentum, in dem der persönliche Gott nicht mehr der steinzeitliche Boss von damals ist, sondern die Seele der Welt." In seinem Hauptwerk, das er in China verfasste, schrieb er 1940: "Man muss fragen, ob es nicht dem Leben irgendwann gelingt, mithilfe der Technik die Gitter seines irdischen Gefängnisses zu sprengen. Entweder so, dass es gelingt, andere unbewohnte Himmelskörper zu erreichen, oder, was noch viel aufregender wäre, eine seelische Verbindung mit anderen Bewusstseinsformen im Weltall herzustellen." Teilhard erhielt für sein Buch Der Mensch im Kosmos nicht die päpstliche Druckerlaubnis. Es erschien erst nach seinem Tod und eroberte in wenigen Monaten die Welt.
Das Buch erklärt dem Leser, wie Teilhard sich die Welt vorstellt. Nicht als Gehäuse, in das Sonne, Mond und Sterne hineinpassen. So nicht. Für ihn, den Theologen, ist der Kosmos fast ein Lebewesen, noch gar nicht fertig erschaffen, sondern ständig im Werden. Die Geschichte des Kosmos beginnt bei einem Nullpunkt und ist unterwegs in die Zukunft. Angezogen von dem Punkt "Omega", wie Teilhard den Zielpunkt nennt, den großen Attraktor. "Der Kosmos ist ein beseelter Körper", schrieb Giordano Bruno. So sieht es auch der französische Theologe. Und Gott ist darin Zug- und Schubkraft zugleich, um in seiner Zukunft die Welt zu vollenden. "Dies septimus nos ipse erimus", an diesen Satz Augustins erinnert mich Teilhards Vision: Der eschatologische Schöpfungs-Sonntag, ihr "siebter Tag werden wir selber sein".
Im Vatikan öffnet man sich inzwischen dem Weltbild der Moderne. Und tritt dabei in die Spuren des ehedem verketzerten Giordano Bruno. George Coyne, Direktor des vatikanischen Observatoriums, betrachtet außerirdisches Leben als "eine aufregende
Möglichkeit, die man gewiss mit Vorsicht betrachten sollte. Allerdings, das Universum ist so groß, dass es töricht wäre zu glauben, wir
wären die Ausnahme." Und sein Kollege meint, wenn wir auf außerirdisches Leben treffen, dann wird das der Theologie eine ganz neue Richtung geben. "Denn während Christus für uns das Alpha und Omega ist, heißt das noch nicht, er wäre notwenig auch das einzige Wort, das Gott zum ganzen Universum sprach." Noch deutlicher wird Thomas O'Meara, Professor für Theologie in Paris. Der Professor gibt zu bedenken: "Die Geschichte von Sünde und Erlösung in den beiden Testamenten der Bibel ist nicht die Geschichte des Gesamt-Universums. Es ist Gottes besondere Geschichte mit diesem Planeten Erde. Die zentrale Bedeutung, die Jesus für uns hat, sagt noch nichts aus über andere Lebewesen auf anderen Planeten.[...]
 
Biographische Informationen
Arnulf Zitelmann, geboren 1929, trat nach seinem Studium der Philosophie und Theologie in den Dienst der Landeskirche Hessen. Von 1977 bis 1992 war er Religionslehrer. Er ist Autor zahlreicher preisgekrönter Jugend-bücher. Bei Campus erschien sein Erfolgstitel Geschichte der Weltreligionen (2002).
Campus Verlag; September 2004
263 pages; ISBN 9783593400860
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Title: Arnulf Zitelmann erzählt die Geschichte der Christen
Author: Arnulf Zitelmann; Silke Reimers
 
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ISBNs
3593400863
9783593374130
9783593400860