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Poetik des Rituals

Konstruktion und Funktion politischen Handelns in mittelalterlicher Literatur

Rituale sind ein wesentlicher Teil symbolischer Kommunikation im Mittelalter - dies hat nicht nur die Geschichtswissenschaft erkannt, die den Stellenwert von Ritualen im politischen Leben untersucht, sondern auch die Literaturwissenschaft, die der Bedeutung von geschilderten politischen Ritualen für das Verständnis literarischer Texte nachgeht.
Corinna Dörrich zeichnet im ersten Teil ihrer Studie anhand historiographischer und literarischer Texte eine "kulturelle Poetik" des Rituals nach. Im zweiten Teil untersucht sie Rituale unter der Perspektive einer im engeren Sinne literarischen Poetik. Sie zeigt, wie Rituale in literarischen Texten nicht nur von historischen "Spielregeln" des Verhaltens gesteuert, sondern auch für das Erzählen selbst funktionalisiert werden. Sie plädiert für eine Lesart von Ritualen, in der Regeln politischen Verhaltens und Regeln des Erzählens gleichermaßen berücksichtigt und gerade in ihrer Wechselwirkung beschrieben werden. Sie gewinnt so den Texten sowohl in historischer als auch in literaturwissenschaftlicher Hinsicht neue Perspektiven für das Verständnis mittelalterlicher Gesellschaft und Kommunikation ab.
 
Biographische Informationen
Corinna Dörrich, geb. 1966, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie (Mediävistik) der Ludwig-Maximilians-Universität München.




Gerd Althoff, geb. 1943, ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster. Bei der WBG erschienen von ihm unter anderem die Biographie „Otto III.“ (1996), „Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter“ (2003) sowie zuletzt die Biographie „Heinrich IV.“ (²2008).
WBG - Wissenschaftliche Buchgesellschaft; February 2012
222 pages; ISBN 9783534709281
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